Coburg, die Hauptstadt des selbständigen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha und des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld, gehört ab 01. Juli 1920 zum Freistaat Bayern. Durch das Stadtgebiet Coburg fließt die Itz, die mit 20 Brücken das Stadtbild prägt.

Coburg erlebte mehrere Änderungen des aristokratischen Eigentums. Im Jahre 1353 erbte Markgraf Friedrich III, der Strenge, durch die Ehe mit Katharina von Henneberg das Haus Wettin von dem Henneberger Grafen Heinrich und somit die Herrschaft über Coburg.

Im Jahre 1586 wurde durch Herzog Johann Casimir und seinem Bruder Johann Ernst die Regierung des Fürstentums Sachsen-Coburg übernommen, aber im Jahre 1596 zersplitterte das sächsisch-thüringische Gebiet, Johann Ernst bekam das Fürstentum Sachsen-Saalfeld, so dass Herzog Johann Casimir alleine Coburg regierte.

Im Jahre 1530 verbrachte Martin Luther sechs Monate auf der Veste Coburg, eine der größten Burgen Deutschlands, und arbeitete an seiner deutschen Übersetzung der Bibel.

Heute beheimatet die Veste Coburg drei Museen und den Fürstenbau mit seinen historisch eingerichteten Zimmern der Herzöge. Zu den Museen gehören die Rüstungs- und Waffensammlung, mit 10.500 Exponaten die größte Sammlung mittelalterlicher Rüstungen und Waffen und auch Prunkwagen und Turnierschlitten in Deutschland. Die Kunstsammlung mit Kupferstickkabinett (von rund 330.000 Blättern verschiedenster Dokumentationen (Briefe, Urkunden, Aquarellen), Gemälden und Skulpturen, sowie die Glassammlung mit ungefähr 2700 kostbaren Gläsern.

Das Schloss Ehrenburg in der Coburger Altstadt wurde im Jahre 1543 von Herzog Johann Ernst von Sachsen erbaut und nach einem Großbrand im Jahre 1690 bis 1699 im Barockstil neu errichtet. Englands Königin Victoria und Kaiser Franz Josef von Österreich hatten dort ihre erste Sitzung im Jahre 1860. Im 19. Jahrhundert baute Karl Friedrich Schinkel die neugotische Fassade. Das Schloss Ehrenburg unterhält die berühmte Landesbibliothek sowie ein Museum.

Das Coburger Puppenmuseum umfasst auf 500 m² Ausstellungsfläche eine Sammlung von über 900 Puppen, 50 Puppenstuben, Puppenhäusern, Puppenwägen. Die Ausstellungsstücke stammen aus der Zeit zwischen den Jahren 1800 und 1955.